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Tour 2020,  25 - 28 Juni

StreckeDistanz (km)Steigung (m)
Ringlikon - Luzern - Langnau i. E. - Liebefeld1512160
Liebefeld - Riffenmatt - Euschels - Grubenberg - Château-d'Oex1012360
Château-d'Oex - Ayerne - Sonlomont - Château-d'Oex601170
Château-d'Oex - Gstaad - Pillon - Gstaad48740
Total3606430


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Strecke 1 (25. Juni 2020): Ringlikon - Luzern - Langnau i. E. - Liebefeld

Profil1

Nach jahrelanger Suche nach den grossen Strassenpässen der Alpen war Zeit gekommen, sich um die kleineren zu kümmern. In diesem Jahr beschloss ich, wieder von zu Hause los zu fahren. Der erste Pass, dem ich auf meinem Weg begegnete, war kein Unbekannter: der Whiskeypass, der ab Landikon doch 3 Haarnadelkurven aufweist. Dann hatte ich ein langes Stück fast ebener Strassen, vorbei an Affoltern am Albis, Sins und Root bis nach Luzern. In der Nähe des Krankenhauses dieser Stadt nahm ich eine Strasse nach links, die mich zu einem kleinen städtischen Pass, der Geissmatthöhe, führte. Nachdem ich die Reuss überquert hatte, fuhr ich über Littau und Malters nach Westen. Anstatt den Umweg über das Tal der Kleinen Emme zu machen, durchquerte ich dann die Berge über den Renggpass, um das Entlebuch zu erreichen. Ich kletterte dann auf der anderen Talseite in Richtung Habschwanden. Dort musste ich anhalten, um einen platten Reifen zu reparieren. Keine äussere Ursache, es war ein Defekt am Schlauch selbst. Ein chinesisches Produkt, das unter einer europäischen Marke verkauft wurde, wie ich später bemerkte, als ich es flickte. Ich fuhr hinter dem Bergkamm weiter und machte einen kleinen Haken zu einem etwas abseits der Strasse gelegenen Pass, dem Heiterloch. Etwas weiter, beim Schüpferegg überquerte ich dann den Grat zur Entlebucher Seite. Nach der Abfahrt nach Schüpfen folgte ich der Strasse von Luzern nach Bern, zuerst über das Entlebuch nach Escholzmatt und dann hinunter nach Langnau im Emmental. Dann hatte ich etwas Gegenwind. Ich verliess die Täler an der Mündung der Ilfis in die Emme. Meine Route wurde wieder steil, mit kleinen, teilweise sehr steilen Strassen, zum Beispiel zum Eggelriedegg Pass. Etwas weiter ging meine Route über den Hinteregg Pass hinunter nach Arni. Die folgenden Pässe waren nahe beieinander: Tanne, Hammegg und Bulestel. Um zum nächsten zu gelangen, musste ich in Walkringen in ein Tal hinunter und dann wieder hinauf nach Chrini. Dann, zwischen dem Worbtal und Bern, blieb nur noch der Dentenberg übrig, nicht hoch, aber ebenfalls steil. Nachdem ich diesen Rücken überquert hatte und nach Gümligen hinuntergefahren war, musste ich noch einen Teil der Stadt Bern durchqueren, um zu meinem Bruder Yves und seiner Familie zu gelangen, die sich freundlicherweise bereit erklärt hatten, mich bei ihnen Halt machen zu lassen.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Ringlikon0630 
Landikon4490 
Whiskeypass556070
Maschwanden22390 
Geissmatthöhe4748090
St. Karl (Luzern)49430 
Oberrengg (Littau)53540110
Stegmättli55470 
Schachen6152050
Renggpass68960440
Entlebuch71680 
Habschwanden74850170
Heiterloch7693080
Schüpferegg79102090
Schüpfheim82710 
Escholzmatt91860150
Emmenmatt110650 
Eggelriedegg114940290
Hinteregg117100060
Arnisäge121820 
Tanne12290080
Hammegg12395050
Neuhaupt12497020
Bulestel125880 
Walkringen128690 
Chrini133850160
Nesselbank138550 
Dentenberg140720170
Gümligen143560 
Monbijou (Bern)148520 
Liebefeld15160080
Total151 2160

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Strecke 2 (26. Juni 2020): Liebefeld - Riffenmatt - Euschels - Grubenberg - Château-d'Oex

Profil2

Von Liebefeld aus kommt man schnell aus der Berner Agglomeration heraus: durch Köniz fahren, links abbiegen, und schon ist es ruhig. Die Strasse führt durch das Köniztal hinauf und dann hinunter nach Kehrsatz, wo wieder mehr Verkehr vorherscht. Ich bog rechts ab Richtung Belp und dann ins Gürbetal. Das Wetter war schön und die Strecke leicht. Von Kaufdorf aus stieg ich die Westseite des Tals hinauf, um zuerst den Pass Oberschönegg und dann Plötsch zu erreichen. Dann hatte ich einen ziemlich langen Abstieg mit einigen überdachten Holzbrücken bis zu Rüschegg-Graben. Als ich dor nach Links fuhr began der Aufstieg nach Riffenmatt. Er war nicht schwer, aber ich machte trotzdem eine Pause auf einer Restaurantterrasse, als ich den Pass erreichte. Dann fuhr ich nicht direkt ins Sensetal hinunter, sondern in Richtung Sangernboden, was bedeutete, dass ich ein Stück aufsteigen musste, bevor es wieder hinunter ging. Und das erlaubte mir bereits einen Blick auf mein nächstes Ziel, das Tal vom Schwarzsee. Um zu diesem See zu gelangen, war die Strasse von Zollhaus aus leicht ansteigend. Im weiteren Verlauf war es ganz anders, keine Strasse mehr, sondern ein steiler Schotterweg, durchsetzt von vielen sehr steilen Passagen mit Betonplatten, die zwei Spurrillen bildeten. Aber es war zu erwarten, dass dieser Anstieg zum Euschelspass mit meinem Tourenrad schwierig sein würde. Ich habe mich also nicht entmutigen lassen und bei die steilsten Passagen habe ich das Rad gestossen. Der Anfang, mit der Aussicht auf den Schwarzsee, und das Ende, mit dem Pass und den Bergen, waren die schönsten. Ich kam kurz vor ein Uhr nachmittags am Pass an.
In der Abfahrt nach Jaun machte ich einen kurzen Halt an der Ruine von Bellegarde. Im Tal angekommen, ging ich in Richtung Jaunpass, aber nur für etwa einen Kilometer, denn dann bog ich rechts ab, um über Abländschen in Richtung Grubenbergpass zu steigen. Es ist eine kleine Strasse mit sehr wenig Verkehr, und es war sehr schön, dort durchzufahren. Der Himmel wurde immer bedeckter und im letzten Teil der Abfahrt nach Saanen begann es zu regnen. Als ich den kleinen Unterbort Pass erreichte, war es ein grosser Gewitter. Da ich nicht allzu weit von meinem Ziel entfernt war, machte ich mir keine allzu grossen Sorgen, nass zu werden. In Richtung Château-d'Oex umgeht der offizielle Fahrradweg die stark befahrenen Strassen nur teilweise, und das um den Preis von mehr Steigungen für Fahrräder als für Autos. Es sieht so aus, als ob es absichtlich so ist, um Elektrofahrräder zu begünstigen. Jedenfalls fand ich nach Rougemont wieder trockene Strassen vor. Es war Mitte des Nachmittags, als ich in Château-d'Oex ankam, wo meine Freundin Angelika später mit dem Auto direkt aus Zürich kommen würde.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Liebefeld0600 
Köniz1570 
Köniztal564070
Kehrsatz7570 
Kaufdorf15540 
Oberschönegg21790250
Elbschen22770 
Plötsch24900130
Rüschegg-Graben30740 
Riffenmatt361080340
Buechwald37109010
Stapfenböden381060 
Martenen441210150
Hoflanderebrugg49920 
Unter Schafera5094020
Zollhaus51890 
Schwarzsee561050160
Euschelspass611570520
Jaun671010 
Grubenberg781630620
Pont de la Scie851100 
Unterbort86115050
Saanen891010 
Les Allamans921000 
Rougemont93101010
Flendruz96970 
Les Granges98100030
Château-d'Oex101940 
Total101 2360

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Strecke 3 (27. Juni 2020): Château-d'Oex - Ayerne - Sonlomont - Château-d'Oex

Profil3

Für diesen Tag haben wir eine Tour mit zwei Ästen geplant, jedem zu einem Pass. Angelika fuhr nach La Lécherette mit dem Auto hinauf. Ich habe sie dort mit dem Fahrrad eingeholt. Als ich ankam, begann es zu regnen. Es war ein Glück, dass wir gerade dann unter einem Dachvorsprung Unterschlupf fanden! Wenn der Regen stark war, dauerte er nicht lange. Eine gute Viertelstunde später konnten wir in Richtung Hongrin aufsatteln. Da es Samstag war, durften wir in diesem Militärgelände fahren. Also nutzten wir die schöne Strasse, die etwas höher in den Hägen um den See führt. Es gab leichte Auf- und Abstiege, aber es blieb immer in der Nähe von 1400 m über Meer. Auf dem col d'Ayerne-Pass angekommen, bewunderten wir die Tour d'Aï und die Tour de Mayen. Um die Aussicht auf das Rhonetal und den Genfer See zu haben, hätten wir weiter fahren müssen, aber wir kehrten auf der gleichen Strasse in Richtung La Lécherette zurück. Diese Strasse war in der Zwischenzeit weitgehend trocken. Der nächste Pass, Sonlomont, schien auf den ersten Blick nicht viel schwieriger zu sein, denn er lag nur gut hundert Meter höher als La Lécherette. Nur wies die Strecke auch Abfahrten auf, und insgesamt erforderte diese zweite Hin- und Rückfahrt doch mehr als 300 m Höhenunterschied, mit einigen steilen Anstiegen. Aber die Aussicht war wunderschön und wir hatten Zeit. Wir kamen am frühen Nachmittag am Pass an. Mit Mountainbikes wären wir vielleicht wieder zum Hongrin-See hinuntergefahren, aber mit den Fahrrädern, die wir hatten, war es klüger, die gleiche Route in die andere Richtung zu nehmen. Also fuhren wir noch einmal nach La Lécherette zurück. Und von dort aus kehrten wir nach Château-d'Oex zurück, jeder auf seine Weise: Angelika mit dem Fahrrad im Auto und ich auf meinem Fahrrad.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Château-d'Oex0940 
Le Berceau1900 
L'Etivaz81140240
La Lécherette121390250
Les Anteinettes131350 
Sur Catherine17140050
Joux Cergnat191370 
La Rossière20140030
Le Vaudroz211370 
Joux Noires23144070
Les Crêtes241420 
Col d'Ayerne25147050
Les Crêtes261420 
Joux Noires27144020
Le Vaudroz291370 
La Rossière30140030
Joux Cergnat311370 
Sur Catherine33140030
Les Anteinettes371350 
La Lécherette38139040
Les Mossettes401570180
Pâquier à l'Henri411550 
La Plaudri42158030
Col de Sonlomont431490 
La Plaudri44158090
Pâquier à l'Henri451550 
Les Mossettes46157020
L'Etivaz521140 
Le Berceau59900 
Château-d'Oex6094040
Total60 1170

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Strecke 4 (28. Juni 2020): Château-d'Oex - Gstaad - Pillon - Gstaad

Profil4

Am Sonntag war das Wetter recht bedeckt und kühl für die Jahreszeit. Wir beschlossen, auf den Col du Pillon zu steigen, was ich seit 1995 nicht mehr getan hatte. Wie am Tag zuvor näherte sich Angelika zunächst ein wenig mit dem Auto. Ich fuhr mit dem Fahrrad an Rougemont und Saanen vorbei, und wir trafen uns kurz nach Gstaad. Und wie am Tag zuvor war die Fortsetzung der Reise nur möglich, weil es das Wochenende war. Das hatte diesmal nichts mit der Armee zu tun, aber während der Woche wäre die Strasse für Bauarbeiten gesperrt gewesen. Glücklicherweise gab es nicht allzu viele Leute, die die Öffnung ausnutzten, und der Verkehr war nicht zu stark. Bis Gsteig war die Steigung sanft. Dann war es steiler, aber ohne wirkliche Schwierigkeiten. Gegen Mittag erreichten wir den Pillon-Pass. Von dort aus wäre mein Plan gewesen, weiterzumachen und am nächsten Tag ins Wallis zu fahren. Aber die Wettervorhersage war sehr schlecht, es würde fast ununterbrochen regnen. Also beschloss ich, mit Angelika nach Gstaad zurückzufahren. Sie war offensichtlich nicht unglücklich darüber, dass sie dann nicht allein den ganzen Weg mit dem Auto zurück nach Zürich fahren musste.
Auch wenn sie etwas verkürzt war, hatte ich bei der 30. Ausgabe meiner jährlichen Alpenrundfahrt schöne Landschaften gesehen und doch noch einige Pässe entdeckt, die neu für mich waren.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Château-d'Oex0940 
Les Granges2100060
Gérignoz3950 
Les Revers5101060
Pont6960 
Rougemont799030
Le Vanel8102030
Öy101000 
Rüebeldorf12104040
Mettlen (Gstaad)131030 
Gstaad14105020
Feutersoey20113080
Gsteig24118050
Col du Pillon311550370
Gsteig381180 
Feutersoey421130 
Wispile (Gstaad)481050 
Total48 740


PS / 9.7.2020