| Strecke | Distanz (km) | Steigung (m) |
|---|---|---|
| Lignières - Villars-sur-Ollon | 181 | 2920 |
| Villars-sur-Ollon - Châtillon | 143 | 2080 |
| Châtillon - Alpe di Neggia | 214 | 1650 |
| Alpe di Neggia - Biasca | 69 | 230 |
| Biasca - Splügen | 162 | 2750 |
| Splügen - Cunter | 122 | 2620 |
| Cunter - Bonstetten | 181 | 740 |
| Total | 1072 | 12990 |



Meine Fahrradtour von 1995 lag lange im Ungewissen, weil mich seit ein paar
Monaten Rückenschmerzen plagten. Schliesslich versuchte ich es einfach: Von
Lignières aus fuhr ich zunächst nach Le Landeron hinunter. Von da aus verlief meine
Strecke mehr oder weniger eben Richtung Murten und Freiburg, welches ich umfuhr. –
Inzwischen schmerzte mich leider mein Rücken. – Die Strasse stieg leicht an, doch
die erste happige Steigung setzte erst bei Greyerz ein. Zwar verlief die Bergfahrt
zum Jaunpass erträglich, aber oben angekommen gelang es mir kaum vom Fahrrad
herunter zu steigen, geschweige denn ein paar Schritte zu gehen. Mein Rücken
schmerzte unerträglich, weshalb ich an einen vorzeitigen Abbruch meiner Reise
dachte. Doch der Anblick der Berge hinderte mich daran und nahm mir jede Lust durch
die Ebene zurück nach Hause zu radeln. So beschloss ich noch ein Wegstück
anzuhängen.
Das war wirklich eine kluge Entscheidung: Von da an ging es mir nämlich zunehmend
besser. Im Verlauf des Nachmittags verringerten sich meine Schmerzen so weit, dass
ich die drei folgenden Pässe, also Saanenmöser, Pillon und Col de la Croix, sogar
genoss. Die zweite Anhöhe bestritt ich zusammen mit zwei anderen Radrennfahrern. Auf
dem letzten Gipfel diskutierte ich zudem eine Zeit lang mit einer jungen Radlerin,
die von der anderen Seite her gekommen war. Daher sagte ich mir, dass ich wirklich
gut daran getan habe nicht umzukehren. Nach der Abfahrt hielt ich in Villars an. Das
Hotel, in dem ich übernachtete, war zwar etwas teuer, dafür aber komfortabel.
Demgegenüber entsprach die Speisekarte nicht gerade dem Wolfshunger eines
Radfahrers!
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Les Prés / Lignières | 0 | 920 | |
| Le Landeron | 10 | 430 | - |
| Ins | 20 | 480 | 50 |
| Morat | 28 | 430 | - |
| Salvenach | 36 | 560 | 130 |
| Schiffenen | 40 | 530 | - |
| St. Ursen | 53 | 700 | 170 |
| Bourguillon | 57 | 660 | - |
| Marly | 61 | 620 | - |
| La Roche | 71 | 810 | 190 |
| Montsalvens | 83 | 720 | - |
| Jaunpass | 106 | 1510 | 790 |
| Reidenbach | 114 | 850 | - |
| Saanenmöser | 130 | 1280 | 430 |
| Saanen | 137 | 1010 | - |
| Pillon | 157 | 1550 | 540 |
| Les Diablerets | 162 | 1160 | - |
| La Croix | 170 | 1780 | 620 |
| Villars-sur-Ollon | 181 | 1250 | - |
| Total | 181 | 2920 |

Am nächsten Morgen bei der Abfahrt nach Bex traf ich unerwartet auf einen
bekannten Radrennmeister: Pascal Richard. Er kam von der entgegengesetzten Seite her
und stieg nach Villars hinauf. Ich erkannte ihn sofort ... doch er erkannte mich
nicht. – Möglicherweise würde er es auch mal zur Abwechslung bevorzugen, inkognito
zu radeln, wie ich? – Unten im Tal folgte ich der Hauptstrasse nach Martigny.
Nachdem ich den Ort durchquert hatte, nahm ich die einzige Steigung des Tages in
Angriff: Den Grossen Sankt Bernhard. Zwar lediglich einen einzigen Gipfel, aber
dafür 2000 m Höhenunterschied und erst noch auf den Spuren berühmter Leute wie
Hannibal und Napoleon!
Der Aufstieg ist nicht schwierig, dafür endlos lang. Ich brauchte dazu ungefähr drei
Stunden – inklusive kleiner Pausen. Der Hauptteil der Strecke bestand aus einer
breiten Strasse mit gewichtigem Verkehr; doch die meisten Lastwagen und Autos
verschwanden danach im Tunnel. Die letzten Kilometer spielten sich daher ruhig ab.
Auf dem Pass oben hielt ich beim Hospiz an und verpflegte mich. Darauf folgte die
lange Abfahrt nach Aosta. So flink ich an Höhe verlor, so flott stieg auch die
Temperatur. Ich hatte schon wieder Durst, als ich im Tal unten ankam. Auf meiner
Fahrt Richtung Osten traf ich auf einen steifen Gegenwind. Schliesslich erreichte
ich Châtillon, unten am Valtournanche-Tal, das von Cervin her kommt. Ich fand ein
neu erstelltes Hotel, das sowohl behaglich als auch preisgünstig war... dafür um so
langweiliger – internationaler Stil: Es hätte irgendwo auf der Welt stehen können.
Die Gaststube, in der ich zu Abend ass, erwies sich dafür um so interessanter:
Genügend Teigwaren für einen Radrennfahrer, begleitet von einem Glas Wein, gefolgt
von einer Süssspeise. Dies alles für weniger als 10'000 Lire – ein einträgliches
Geschäft.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Villars-sur-Ollon | 0 | 1250 | |
| Bex | 16 | 410 | - |
| Martigny | 36 | 470 | 60 |
| Sembrancher | 49 | 710 | 240 |
| Orsières | 56 | 900 | 190 |
| Bourg-St-Pierre | 69 | 1640 | 740 |
| Bourg-St-Bernard | 75 | 1930 | 290 |
| Gd-St-Bernard | 82 | 2470 | 540 |
| Etroubles | 103 | 1260 | - |
| Aoste | 116 | 580 | - |
| Nus | 130 | 530 | - |
| Chambave | 138 | 470 | - |
| Châtillon | 143 | 490 | 20 |
| Total | 143 | 2080 |

Auf dem dritten Streckenabschnitt galt es zunächst stromabwärts zu fahren,
diesmal jedoch in südlicher Richtung. Der Verkehr nahm laufend zu und die Strassen
waren schlecht. In Ivrea angekommen begrüsste ich es also, dass ich erneut nach
Osten abschwenken konnte. Mein Ziel hiess Langensee, weshalb ich mehrere Täler
durchqueren musste. Entsprechend hatte ich auch verschiedene Auf- und Abstiege zu
bestehen, aber keiner verdient gesteigerte Beachtung. Ausserhalb von Biella traf ich
auf so viele Insekten, dass ich keine einzige Minute hätte anhalten können –
jedenfalls nicht mit meinem gelben Radleranzug, der die unterschiedlichsten Fliegen
und Mücken anlockte.
In Sesto Calende, am südlichen Ende des Langensees, meinte ich, ich hätte den
strengsten Teil meiner Tagesstrecke hinter mir. Ich musste nämlich lediglich noch
dem See entlang radeln und nach einer Unterkunft Ausschau halten. Also fuhr ich bis
Maccagno, einem der letzten Orte vor der Schweizer Grenze. Dort begab ich mich zum
Verkehrsbüro und erfuhr, dass es in der Stadt kein einziges freies Zimmer mehr gab.
So ein Pech! Insbesondere deshalb, weil ich von dort aus nicht dem See entlang,
sondern über die Berge weiter fahren wollte. Nun denn, was sollte ich anderes tun
als nach Indemini aufzusteigen? Es war wirklich ein reizvoller Aufstieg; doch ich
spürte langsam die Müdigkeit. Ich hatte schon über 200 km in den Beinen, als ich die
Grenze überquerte. In Indemini erkundigte ich mich erneut nach einer Unterkunft. Die
eine war besetzt und die andere – dort fand ich keine Menschenseele. Tja, nun musste
ich nochmals weiter fahren; und die Strasse stieg wirklich steil an. Auf dem Pass,
Alpe di Neggia, konnte ich schlussendlich bleiben. Es war schon beinahe 19 Uhr und
ich war todmüde. Aber auch glücklich: Wundervolle Aussicht, sympathische Leute, ein
leckeres Abendessen und schliesslich der wohlverdiente Schlaf in einem Chalet, mit
frischer Bergluft zur Nachtmusik von Kuhglocken.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Châtillon | 0 | 490 | |
| St-Vincent | 3 | 580 | 90 |
| Pont-St-Martin | 25 | 350 | - |
| Ivrea | 45 | 270 | - |
| Zubiena | 61 | 450 | 180 |
| Biella | 75 | 420 | - |
| Gattinara | 106 | 260 | - |
| Borgomanero | 124 | 310 | 50 |
| Gattico | 130 | 380 | 70 |
| Sesto Calende | 140 | 200 | - |
| Ispra | 152 | 220 | 20 |
| Laveno | 169 | 200 | - |
| Castelveccana | 176 | 250 | 50 |
| Luino | 185 | 210 | - |
| Maccagno | 192 | 220 | 10 |
| Indemini | 205 | 940 | 720 |
| Alpe di Neggia | 214 | 1400 | 460 |
| Total | 214 | 1650 |

Der folgende Streckenabschnitt hätte eigentlich länger sein sollen; doch nun war
ich meinem nächsten Ziel schon ziemlich nahe: Biasca. Dort wollte ich zwei
Freundinnen besuchen, die Zwillinge Michela und Roberta. Wir hatten uns auf den
Nachmittag verabredet; mir blieb also genügend Musse.
Nach dem Frühstück begab ich mich auf die lange und kurvenreiche Abfahrt zum
Langensee. Dabei begegnete ich zahlreichen Radlern, die empor fuhren. Am Samstag
scheint die Alpe di Neggia ein ausgesprochen beliebtes Trainings- und Ausflugsziel
für Radfahrer zu sein. Von Vira nach Bellinzona fand ich mich zeitweise in starkem
Verkehr wieder – Samstagseinkäufe. Anschliessend überquerte ich den Fluss Tessin und
suchte mir den kleinsten sowie ruhigsten Weg der westlichen Riviera in Richtung
Biasca aus. Es war eine mühelose Fahrt; daher erreichte ich Biasca um die
Mittagszeit herum. Weil ich noch zu früh war, beschloss ich einen kurzen Abstecher
ins Blenio-Tal zu machen. In der Nähe von Semione badete ich im Fluss. Später kehrte
ich nach Biasca zurück.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Alpe di Neggia | 0 | 1400 | |
| Vira | 13 | 210 | - |
| Magadino | 15 | 200 | - |
| Quartino | 18 | 220 | 20 |
| Cadenazzo | 29 | 210 | - |
| Giubiasco | 34 | 230 | 20 |
| Bellinzona | 37 | 230 | - |
| Molinazzo | 39 | 240 | 10 |
| Gorduno | 40 | 290 | 50 |
| Lodrino | 51 | 270 | - |
| Iragna | 53 | 280 | 10 |
| Semione | 64 | 400 | 120 |
| Biasca | 69 | 300 | - |
| Total | 69 | 230 |

Den Sonntag verbrachte ich mit Michela, Roberta und ihren Eltern. Wir
unternahmen einen Ausflug in die Berge zu einem alten Steingebäude – einem
sogenannten Rustico. Dort oben im Wald begutachteten wir die bis anhin ausgeführten
Instandstellungen.
Nach diesem Ruhetag schwang ich mich am Montagmorgen in aller Herrgottsfrühe, als
alle noch im Bett lagen, erneut in den Sattel. Während der ersten paar Kilometer
kannte ich den Weg bereits von vor zwei Tagen. Bis dahin wies das Blenio-Tal nur
eine schwache Neigung auf. Hinter Olivone beginnt der eigentliche Anstieg: Ziemlich
lang gezogen, jedoch wenig steil. Während meiner Bergfahrt auf den Lukmanier zeigte
sich der Himmel bedeckt und die Luft recht frisch. Also trank ich mit Vergnügen eine
Tasse heisser Tee im Pass-Restaurant. Von dort aus musste ich noch ein kleines Stück
hochfahren: Es gibt nämlich einen Stausee unmittelbar hinter dem ’natürlichen’ Pass;
um diesen zu umfahren steigt der Weg nochmals leicht an. Die Abfahrt empfand ich
dann trotz meiner Windjacke recht kühl. Ich erreichte aber rasch Disentis, wo es
bereits milder war. Unmittelbar hinter der Ortschaft schwenkte ich in den Fahrrad-
Weg nach Ilanz ein. Dies erwies sich als schlechte Idee, denn er führte mich zu
einer belagsfreien Strasse. Also musste ich wieder auf die linke Talseite
hochklettern, um wieder die Hauptstrasse zu nehmen. Damit habe ich zwar nicht viel
Zeit verloren, aber ich war richtig wütend über diese Falle!
Um die Mittagszeit herum erreichte ich Ilanz, wo ich einen kleinen Imbiss erstand.
Nachher wählte ich den hübschen Weg durch Versam hindurch, den ich von meiner
Radfahrt in 1991 bereits kannte. Von Bonaduz nach Thusis fuhr ich mit einem
einheimischen Radrennfahrer; also konnten wir uns mit der Arbeit gegen den Wind
abwechseln. Danach lenkte ich in die Via Mala; historisch und wie der Name andeutet,
ein ausgesprochen schwieriger Abschnitt durch die Hinterrhein-Schlucht. Heutzutage
ist die Strasse gar nicht so schlecht; glücklicherweise fährt der grösste Teil des
Verkehrs über die parallel gelegene Autobahn. Beim Aufstieg kreuzte ich Jacques,
einen Radrennfahrer aus Neuenburg, den ich von Trainings-Lager her kenne. Wie
gewohnt fuhr er mit atemberaubender Geschwindigkeit hinunter; so schnell, dass er
mich nicht einmal erkannte. Nach der schönen und wilden Rofla-Schlucht erreichte ich
das Hochtal von Rheinwald, das Ziel des heutigen Tages.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Biasca | 0 | 300 | |
| Acquarossa | 12 | 530 | 230 |
| Ponto-Valentino | 16 | 750 | 220 |
| Olivone | 21 | 890 | 140 |
| Lucomagno | 44 | 1920 | 1030 |
| Sogn Gions | 52 | 1600 | - |
| Disentis-Vorderrhein | 63 | 1070 | - |
| Disentis | 65 | 1140 | 70 |
| Trun | 77 | 850 | - |
| Ilanz | 98 | 700 | - |
| Versam | 111 | 910 | 210 |
| Bonaduz | 118 | 650 | - |
| Rhäzuns | 120 | 660 | 10 |
| Rothenbrunnen | 124 | 620 | - |
| Thusis | 132 | 700 | 80 |
| Andeer | 145 | 980 | 280 |
| Splügen | 162 | 1460 | 480 |
| Total | 162 | 2750 |

Von Splügen aus, wo ich übernachtet hatte, folgte ich der Pass-Strasse mit
demselben Namen. Wegen der Höhe des Tales fiel der Anstieg nur kurz aus. Vom Pass
aus, wo ich Italien erreichte, fand ich eine schlecht unterhaltene Strasse vor.
Ausserdem erschienen die ersten paar Dörfer halb verlassen. Am Schlimmsten waren die
Tunnels: Ohne Licht, aber dafür mit Schlaglöchern. Davon abgesehen ist die Talfahrt
reizvoll. Und lang, sehr lang, von über 2000 m Höhe bis auf 300 m hinunter. In
Chiavenna stoppte ich, um zwei jungen Radrennfahrern beim Reifenwechsel zu helfen,
denn sie hatten nicht das passende Werkzeug. In einem einzigen Tag wollten sie
sowohl die Maloja als auch die Bernina erklimmen. Ich wünschte ihnen Glück im
Bewusstsein, dass ihr Vorhaben schwierig war.
Nicht nur die Pflanzenwelt, sondern auch die Architektur wiesen klar darauf hin,
dass ich mich auf der Alpen-Südseite befand. Dies hielt jedoch nicht lange an, denn
hinter Chiavenna wandte ich mich Richtung Osten, dem schönen Bregaglia-Tal zu und
dem Maloja-Pass entgegen. Dieser Berg besitzt zwei vollkommen unterschiedliche
Abhänge: Eine steile Steigung von Bregaglia aus, jedoch annähernd flach vom Engadin
her. Ich kam anfangs Nachmittag auf dem Pass an und fuhr weiter Richtung Silvaplana.
Als ich meine Trinkflaschen an einem Brunnen auffüllte, kam ein Radrennfahrer in
demselben Anzug wie ich an – Cycles Prof, St-Blaise... also von der anderen Ecke des
Landes – mit MTB. Er hielt sich in dieser Gegend auf, um an einem MTB-Wettkampf
teilzunehmen. Wir tauschten ein paar Worte aus; dann ergriff ich den Aufstieg
Richtung Julier. Auf der anderen Seite des Passes suchte ich einen Ort zum
Übernachten. In Cunter fand ich ein Hotel-Zimmer. Es war genau der erste August;
deshalb konnte ich die Feuerwerke des National-Feiertages bestaunen.
Ein paar Tage später, als ich mich mit meinem Bruder unterhielt, stellte sich
heraus, dass wir den Splügen fast zur gleichen Stunde überquert hatten. Eigentlich
hätten wir einander in der Nähe der Pass-Höhe auf der italienischen Seite begegnen
müssen. Wir konnten nur feststellen, dass ich ihn zu dem Zeitpunkt gekreuzt haben
muss, als er sich ein wenig von der Strasse entfernt hatte, um Fotos zu schiessen.
Also haben wir uns haarscharf verpasst.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Splügen | 0 | 1460 | |
| Splügenpass | 10 | 2110 | 650 |
| Monte Spluga | 13 | 1920 | - |
| Pianazzo | 23 | 1390 | - |
| Cimaganda | 33 | 900 | - |
| Chiavenna | 41 | 330 | - |
| Castasegna | 51 | 700 | 370 |
| Stampa | 58 | 990 | 290 |
| Casaccia | 69 | 1460 | 470 |
| Maloja | 74 | 1820 | 360 |
| Sils i.E. | 81 | 1800 | - |
| Silvaplana | 86 | 1800 | - |
| Julier | 91 | 2280 | 480 |
| Bivio | 99 | 1770 | - |
| Cunter | 122 | 1180 | - |
| Total | 122 | 2620 |

Die letzte Strecke dieser Fahrrad-Reise barg nichts Neues für mich. Da ich die
Landschaft und die Strasse kannte, lenkte ich meine Aufmerksamkeit insbesondere auf
die Geschwindigkeit. Dank der Talfahrt und dem Rückenwind – zwischen Reichenau und
Chur – erreichte ich eine ansehnliche mittlere Geschwindigkeit. Nach drei Stunden
Fahrt fuhr ich entlang dem Walensee und mein Zähler zeigte bereits 100 km. Durch
Gegenwind und Steigungen gegen das Ziel hin senkte sich der Mittelwert
anschliessend; dennoch zeigte er 30 km/h, als ich in Bonstetten ankam.
Dies war meine längste Radtour seit je her – eine Genugtuung. Trotzdem: Langsam habe
ich Mühe neue Pässe in den Schweizer Alpen ausfindig zu machen. Ich hatte ja die
meisten davon schon erklommen...
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Cunter | 0 | 1180 | |
| Tiefencastel | 7 | 850 | - |
| Alvaschein | 9 | 960 | 110 |
| Sils i.D. | 18 | 680 | - |
| Thusis | 20 | 730 | 50 |
| Chur | 49 | 600 | - |
| Sargans | 71 | 500 | - |
| Weesen | 105 | 420 | - |
| Siebnen | 125 | 450 | 30 |
| Lachen | 129 | 410 | - |
| Thalwil | 160 | 410 | - |
| Gattikon | 164 | 550 | 140 |
| Langnau a.A. | 166 | 470 | - |
| Albis | 170 | 790 | 320 |
| Aumüli | 179 | 550 | - |
| Schladhau | 180 | 640 | 90 |
| Bonstetten | 181 | 550 | - |
| Total | 181 | 740 |
PS / 4.12.1996