Tour 2008,  25. - 28. Juni

StreckeDistanz (km)Steigung (m)
Wien-Hietzing - Semmering1822660
Semmering - Gai1482900
Gai - St. Nikolai1412460
St. Nikolai - Elsbethen1571290
Total6289310

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1. Tag: 25 Juni 2008

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Ich nutzte ein Treffen in Wien aus, um dort meine 2008 Tour anzufangen, nachdem ich mit meinem Fahrrad im Zug hingereist war. Am frühen Morgen nach dem Treffen fuhr ich los. Ich brauchte nicht die ganze Stadt durchzuqueren, aber nur hinausfahren war nicht so leicht, und ich musste mich mehrmals nach dem Weg nach Kalksburg erkundigen. Von dort her war es leichter. Ich radelte so nach Breitenfurt-West, dann über den Kleinen Semmering zum Wien Fluss. Für meinen kurzen Weg in diesem Tal gab es ziemlich viel Verkehr, aber dann wurde es ruhig für den Rest des Tages. Drei weitere kleine Pässe führten mich durch den Wienerwald, zuerst der Hengstl, dann der Forsthof und schliesslich die Klammhöhe.
Der Himmel war bedeckt gewesen, aber jetzt als ich mich an Hainfeld näherte, hellte er sich auf. Es war warm aber nicht heiss. Die Fahrt durch Ramsau wurde dadurch erschwert, dass die Strasse gerade einen neuen Belag erhielt, und dass die Gehwege zum Teil verschwindend eng waren. Trotzdem konnte ich weiter nach Dürrholzer Kreuz, dann hinunter nach Hölle (es war aber keine). Eine ganz leichte Steigung brachte mich gegen Süden nach Kalte Kuchl, wo ich den Weg meiner 2005er Tour wiederfand. Diesmal fuhr ich aber nicht über den Rohrer Sattel sondern parallel über Haselrast. Es handelte sich um einen ganz hübschen kleinen Weg, und von Westen her um eine leichte Steigung (wäre wesentlich steiler von der anderen Seite her). Dies führte mich aber gegen Osten, was nicht wirklich mein Hauptziel war. In Gutenstein drehte ich deshalb rechts ins Klostertal und zur Klostertaler Gscheid. Die nächste Abfahrt war ins Höllental, aber es hatte wieder nichts mit der Hölle zu tun. Es waren nur viele Kurven in einem engen Tal. Als dieser sich in der Nähe von Reichenau ausweitete, fuhr ich rechts nach Prein, und weiter links auf eine kleine Strasse Richtung Semmering. Mein Zähler war schon fast auf 170 km, aber ein weiterer Aufstieg lag noch drin. Ich wusste nur noch nicht, dass es hinauf (nach Orthof), dann hinunter, hinauf, hinunter und nochmals hinauf zum Semmering Pass gehen würde, bis ich ein Hotel finden konnte.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Hietzing0190 
Mauer12320130
Kalksburg14250-
Kleiner Semmering23460210
Pressbaum29280-
Hengstl39530250
Klausen-Leopoldsdorf46370-
Forsthof54560190
Laaben58350-
Klammhöhe65620270
Hainfeld73430-
Dürrholzer Kreuz88710280
Hölle95490-
Kalte Kuchl105730240
Gegend107650-
Haselrast118780130
Gutenstein127490-
Klostertaler Gscheid139770280
Reichenau161490-
Orthof170920430
Adlitzgraben174730-
Semmering182980250
Total182 2660


2. Tag: 26 Juni 2008

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Von Semmering aus bin ich nur wenige Kilometer ins Tal gefahren, dann bin ich links zum Pfaffensattel abgebogen. Der Aufstieg war zuerst ganz leicht, dann aber recht steil. Der Belag war schlecht, aber glücklicherweise besser auf der anderen Seite, so dass ich schnell nach Rettenegg und Ratten hinunterfahren konnte. Von dort stieg ich nach Auf der Halt auf und weiter auf dem Kamm, aber bergab, nach Reisenegger. Ich blieb auf diesem Kamm und nahm einen ungeteerten Waldweg zum Toten Mann Pass. Immer noch auf diesem Kamm ging es dann hinunter zu Kreuzwirt und, zurück auf guten Strassen, zum Schloffereck. Die Abfahrt nach Birkenfeld war dann ganz schön. In der Ortschaft Birkenfeld nahm ich die Strasse hinauf zur anderen Talseite Richtung Strassegg. Bis Gasen war es leicht, dann wurde es steiler. Es war nur wenig Verkehr und die Temperatur knapp über 20° machte den Aufstieg angenehm. Die Abfahrt war problemlos und eher schnell. Bei Pernegg musste ich aber auf die Hauptstrasse, wo eine ununterbrochene Reihe von (Last-)Wagen unterwegs war.
Glücklicherweise war es nur kurze Zeit so. Auf meiner Karte wartete schon der Eisenpass auf mich. Aus der Karte war es nur unklar, wie die Strasse sein sollte. Sie erwies sich zuerst als schmal aber perfekt, dann ohne Belag aber noch gut, schliesslich ganz steil (über 15%). Wenn ich gewusst hätte, wäre ich eher, und trotz Verkehr, über Bruck gefahren. Aber mal unterwegs wollte ich nicht mehr zurück. Bei einer Kreuzung ohne Wegweiser nahm ich sogar den falschen Weg, aber das war schon unweit vom Pass und dessen Kapelle, die ich dann doch erreichte. Die Abfahrt war auch auf Kies, so dass ich mich besser nicht zu sehr auf die schöne Landschaft konzentrierte. Ab Oberaich (und zurück auf guten Strassen) erhielt ich Hilfe vom Rückenwind, der mich nach Leoben und weiter nach St. Peter-Freienstein begleitete. So konnte sich meine durchschnittliche Geschwindigkeit etwas erholen. Entlang der Strasse von St. Peter nach Kammer konnte ich in Gai ein Zimmer für die Nacht finden. Später gab es Gewitter, für den dritten Abend in der Reihe.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Semmering0980 
Jauern5810-
Pfaffensattel171370560
Ratten32720-
Auf der Halt391060340
Reisenegger401030-
Wildwiesen461160130
Schloffereck50940-
Gschaid59550-
Birkfeld61700150
Jägerleiten64600-
Gasen73820220
Strassegg781160340
Breitenau87610-
Kirchdorf103410-
Zehnerhalt1121180770
Forstgut1141020-
Eisenpass1161180160
Oberaich126500-
Leoben13654040
Störr146730190
Edling148670-
Total148 2900


3. Tag: 27 Juni 2008

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Der Himmel war bedeckt, als ich von Gai in Richtung Liesingtal wegfuhr, und Vorhersagen waren auf Regenschauer. Auf der Strasse parallel zur Autobahn war nur wenig Verkehr. Die Steigung war kaum bemerkbar, aber sie brachte mich doch zu einem Pass, der Schoberpass. In der Abfahrt blieb ich auf dieser Strasse aber nur bis Trieben. Dort, nach dem Kauf eines Drinks, nahm ich die Richtung von Hohentauern. Die Strasse war zuerst sehr steil, dann fast flach (aber eine neue, mit regelmässigerer Steigung war im Bau). Weiter war es steil, aber nicht übermässig. Im kühlen Morgenluft war der Aufstieg problemlos, wie auch die Abfahrt nach St. Oswald. Dann bog ich nach rechts ab Richtung Hochegg, ein Pass dessen aufstieg leicht war, obwohl er höher als der vorige ist. Dunkle Wolken sammelten sich, und ich hatte nur knapp genug Licht für ein Photo vom Gellsee, obwohl es Mittag war. Beim Abbiegen rechts nach Oberwölz hatte ich erste Tropfen. Ich beeilte mich und konnte mich noch unter dem Dach eines Hofs vom Regen schützen.
Glücklicherweise dauerte der Regen nur eine Viertelstunde, dann konnte ich weiter nach Oberwölz. Dabei ging es mehrmals hinauf und hinab. Ich machte dann noch eine Halt in Schöder, um etwas vor dem Angriff zum Sölkpass zu trinken. Im ersten Teil des Aufstiegs war die Steigung sehr unregelmässig, aber die zweite Hälfte war einheitlich: einfach steil. In den letzten Kilometern erwartete mich ein starker und kühler Wind. Am Pass war es mir klar, dass die Windjacke nützlich sein würde. Ich wusste aber noch nicht, dass sie auch als Regenjacke dienen würde. Ich konnte mindestens den ersten, steilen Teil der Abfahrt auf trockener Strasse geniessen, aber ich kam in einem Gewitter, bevor ich St. Nikolai erreicht hatte. Dann war es nicht mehr lustig, sondern nur noch nass und kalt. Ich machte also möglichst bald Halt. Nach dem kalten Regen war die warme Dusche im Gasthaus eine Wohltat.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Edling0670 
Glarsdorf473060
Seiz7640-
Schoberpass30850210
Trieben45700-
Hohentauern541270570
Unterzeiring76900-
Hochegg891300400
Hocheggerbauer91133030
Oberwölz100830-
Vogelbichl1081090260
St. Peter111860-
Schöder11890040
Sölkpass1321790890
St. Nikolai1411120-
Total141 2460


4. Tag: 28 Juni 2008

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Die Wolken waren übernacht grösstenteils verschwunden und ich konnte mich auf eine trockene Etappe einstellen. Feuchtigkeit hatte aber irgendwie einen Weg in die Nabe meines Hinterrads gefunden: nach wenigen Kilometern Abfahrt machte sie ein unheimliches Geräusch. Also etwas für das nächste Service. Im Moment konnte ich nur diese Geräusch erdulden... bis es abklang und am gleichen Tag wieder verschwand. Ausser für dieses technische Problem war die Abfahrt ins Ennstal ganz leicht. In Trautenfels kam ich wieder auf die Strecke meiner 2005er Tour. Die Fahrt über den Hinterberg und Bad Mitterndorf war aber angenehmer als drei Jahre vorher: das Wetter war schön und ich folgte genauer die Wegweiser der Radwege, was mir einige Umwege kostete, mich aber weiter weg vom motorisierten Verkehr brachte. In der Nähe von Pichl nahm ich dann eine kleine Strasse rechts, aus dem Haupttal hinaus zum Radlingpass. Von dort brachte mich die Abfahrt nach Bad Aussee, wo ich durchs Städtchen und zum Fluss Koppentraun fuhr. Die Strasse folgte aber nicht genau den Fluss sonder zuerst steil hinauf, dann etwa flach und am Schluss ganz steil hinunter nach Obertraun. Am höchsten Punkt war ein Schild "Koppen Pass 690 m", aber es handelt sich nicht um einen echten Pass im Sinne der Kreuzung zwischen Kamm- und Tallinien.
Ab Obertraun folgte ich die Strasse um den Halstättersee nach Halstatt. Bei dieser Ortschaft gibt es ein Tunnel als Umfahrung für den motorisierten Verkehr, aber die Fahrräder werden durch die Gassen der Küste entlang geleitet. Es gab dort auch viele Touristen. Nach Halstatt fuhr ich weiter am See, dann aber links hinauf nach Gosau. Nach Gosau gab es einen kurzen aber ziemlich steilen Aufstieg und ich erreichte den Pass Gschütt. Am Ende der Abfahrt von diesem Pass blieb ich nicht auf der Hauptstrasse (sie fährt hinauf auf die andere Talseite), sondern ich folgte dem Weg am Bach (Lammer). Weiter, und wieder an einem Ort namens Pichl, nahm ich die schöne kleine Strasse hinauf nach St. Koloman, mit Wegscheid als letzter Pass dieser Tour. Auf dem letzten Pass folgte offensichtlich die letzte Abfahrt, und sie brach mich nach Hallein. Weiter ging es auf dem Radweg an der Salzach. Bei Elsbethen, unweit von Salzburg machte ich Halt in einem Gasthaus direkt am Radweg und am Fluss.
Am nächsten Tag würden mich also nur noch einige Kilometer von Salzburg trennen, wo ich im Zug nach Zürich reserviert hatte.
Diese Tour war nicht sehr lang gewesen, aber sie hatte mich durch schöne Landschaften und meistens über ruhige Strassen gebracht.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
St. Nikolai01120 
Stein19650-
Trautenfels38640-
Klachau42820180
Neuhofen49800-
Bad Mitterndorf5083030
Rödschnitz54760-
Knoppen5884080
Äussere Kainisch61770-
Radlingpass6384070
Bad Aussee70630-
Koppenpass7669060
Obertraun79530-
Hallstatt83510-
Gosau101740230
Pass Gschütt104960220
Pichl120570-
Schönau129860290
Grubach131780-
Wegscheid134910130
Vigaun143470-
Elsbethen157440-
Total157 1290


PS / 12.7.2008