Tour 2006, 1 - 5 Juli
| Strecke | Distanz (km) | Steigung (m) |
|---|---|---|
| Lignières - Neuchâtel + Genève - Les Glières - Croix-Fry - Tamié | 150 | 2880 |
| Tamié - Grand Cucheron - Allevard - Uriage | 145 | 2890 |
| Uriage - L'Arzelier - L'Allimas - Menée - Barnave | 126 | 2340 |
| Barnave - Pennes - Rémuzat - St-Auban - Aurel | 112 | 2500 |
| Aurel - Sault - Mont Ventoux - Vaison - Bollène | 99 | 1400 |
| Total | 632 | 12010 |
Strecke 1 (1. Juli 2006): Lignières - Neuchâtel + Genève - Les Glières - Croix-Fry - Tamié
Meine 2006er Tour war wie ein zweiter Versuch: nach der Aufgabe wegen Krankheit
in 2004 wollte ich wieder probieren, zum
Mont Ventoux zu fahren. Dies war aber nicht das
einzige Ziel, ich wollte auch, ab Genf, einige neue Pässe unterwegs erklimmen. So
bin ich zuerst von Lignières nach Neuchâtel gefahren, um dort den Zug nach Genf zu
nehmen. In meinem kleinen Gepäck hatte ich ein neues
Spielzeug: ein billigeres, wesentlich kleineres digitales Photoapparat.
Vom Bahnhof aus Genf hinauszufahren erwies sich an diesem Samstag morgen um 9 Uhr
ganz einfach, weil der Verkehr noch nicht allzu dicht war. Ich fuhr nach Südosten
und kam über die französische Grenze nah beim Fuss vom
Salève. Ich fuhr weiter auf départementales
Strassen nach la Roche-sur-Foron, wo ich schneller war, als die Autos im Stau. Ich
fuhr weiter nach Süden zu einem kleinen hübschen und ruhigen Pass namens
col des Fleuries. Eine gute erste Gelegenheit,
mein neues Photoapparat auszuprobieren. Weiter unten in Thorens konnte ich, wie
einige andere Radfahrer, vom Brunnen auf dem Platz im Zentrum profitieren, um meine
Flaschen nachzufüllen. Die Luft war trocken, und es wurde warm, also musste ich
viel trinken. Es gab dann ein langer Aufstieg zum
Collet Pass. Die Landschaft war hübsch und es
waren kaum Autos unterwegs. Zwischen diesem Pass und dem nächsten ging die Strasse
nur wenig hinunter und wieder hinauf. Es war also eine leichte Sache, zum
col des Glières zu gelangen. Schwieriger wurde
es nachher: zuerst mit einem Stück Kiesweg für etwa zwei Kilometer, dann eine enge,
gewellte, steile Strasse, die zum Fluss Borne hinunterfuhr. Im Tal war die Strasse
zuerst fast flach, stieg aber wieder gegen
St-Jean-de-Sixt. Nach der Fahrt hinauf durch
La Clusaz bin ich nicht wie in 2001 auf
les Aravis gefahren, sondern ich bin rechts
zur Croix-Fry abgebogen. Der Aufstieg war eher
schwer, weil es heiss war, und weil ich offensichtlich Hunger hatte. Ich musste
also am Pass anhalten um ein Sandwich zu essen und Limonade zu trinken. Dann
genoss ich die Abfahrt nach Thônes, bog aber noch vor dieser Ortschaf links ab,
also nach Süden. Es ging wieder aufwärts, aber unsteil, zu
Marais Pass. Die Abfahrt (inklusiv ein kleiner
Zwischenaufstieg) brachte mich nach Faverges, wo ich leicht den Weg nach Süden zum
Tamié Pass finden konnte. Der Aufstieg war nicht
wirklich steil und ich war oben kurz vor fünf Uhr.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Les Prés (Lignières) | 0 | 920 | |
| Les Gravereules | 1 | 940 | 20 |
| St-Blaise | 9 | 490 | |
| La Coudre | 10 | 550 | 60 |
| Neuchâtel | 14 | 480 | |
| >>> Genève-Cornavin | 14 | 370 | |
| Chêne-Bougeries | 18 | 420 | 50 |
| Etrembières | 23 | 410 | |
| Viaison | 25 | 450 | 40 |
| Pont du Foron | 28 | 420 | |
| La Balme | 50 | 590 | 170 |
| La Roche-sur-Foron | 53 | 540 | |
| Col des Fleuries | 61 | 920 | 380 |
| Thorens-Glières | 67 | 660 | |
| Col du Collet | 78 | 1400 | 740 |
| Les Collets | 79 | 1370 | |
| Col des Glières | 81 | 1440 | 70 |
| Chez la Jode | 83 | 1400 | |
| L'Essert (Petit-Bornand) | 89 | 730 | |
| St-Jean-de-Sixt | 98 | 960 | 230 |
| Col de la Croix-Fry | 108 | 1470 | 510 |
| Chamossière | 119 | 650 | |
| Col du Marais | 124 | 830 | 180 |
| La Sauffaz | 129 | 730 | |
| Les Essérieux | 130 | 760 | 30 |
| Faverges | 136 | 500 | |
| Abbaye de Tamié | 150 | 900 | 400 |
| Total | 150 | 2880 |
Strecke 2 (2. Juli 2006): Tamié - Grand Cucheron - Allevard - Uriage
Vom col de Tamié bin ich zum...
collet de Tamié gefahren, der ungefähr parallel
verläuft. Zwei Pässe für den Preis von einem! Dann bin ich hinunter zum Tal der
Isère und gegen Süd-Westen gefahren. Weiter bin ich links in die Maurienne
abgebogen. Dort war ein Verkehrsschild, wo stand, dass alle Pässe rund herum offen
waren... alle ausser der Grand Cucheron, über
den ich fahren wollte. In Aiguebelle bin ich zur Gendarmerie gefahren, um mehr
darüber zu erfahren. Die Polizei-Beamtin im Dienst war nett, aber sie wusste nicht,
warum diese Strasse gesperrt war. Ich beschloss, trotzdem zu versuchen. Sie Strasse
kletterte auf die Seite des Tals nach St-Alban, zum Teil an der Sonne, zum Teil im
Schatten vom Wald. Weiter waren die Kurven ganz im Wald. Der Aufstieg war schön und
sehr ruhig, weil es gar kein Verkehr gab. Kurz vor dem Pass war die Strasse
tatsächlich gesperrt, aber es war nur als Schutz wegen Sprengungen, die während
der Woche dort erfolgten. Kein Problem durchzufahren, da es war Sonntag!
Nach einer kurzen Abfahrt bin ich zum schönen kleinen Pass von
Champ-Laurent hinauf gefahren, und von dort,
grösstenteils bergab, gegen Süd-Westen nach Allevard. Statt wieder ins Isère Tal
bin ich durch kleine Seitentäler und über kleine Pässe gefahren. Es bedeutete aber
viele Umwege und Aufstiege in der Hitze des Nachmittags. Nach den Pässen
Barioz, Ayes,
Lautaret und
Mouilles hatte ich genug und begann, nach einem
Unterkunft zu schauen. Ich musste lang suchen. Etwa 40 km, oder 2 Stunden.
Dazwischen war eine andere Strassen-Sperre: eine Brücke war vom Hochwasser
weggespült worden. Lieber als einen Umweg zu machen habe ich das Bach auf Steinen
überquert. Es war schon halb sechs als ich schliesslich ein Hotel in Uriage
gefunden habe, mit einer schönen Terrasse und Sicht aufs Tal. Nach der Fahrt den
ganzen Nachmittag bei Temperaturen zwischen 30 und 35° war ich ausgelaugt,
entsprechend war ich einfach glücklich zu duschen, viel zu essen und trinken, und
auszuruhen.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Abbaye de Tamié | 0 | 900 | |
| Col de Tamié | 2 | 910 | 10 |
| Collet de Tamié | 3 | 960 | 50 |
| Frontenex | 15 | 330 | |
| Grésy-sur-Isère | 20 | 430 | 100 |
| Pont-de-Grésy | 23 | 300 | |
| Aiguebelle | 32 | 320 | 20 |
| Le Pichet (St-Georges) | 37 | 610 | 290 |
| Le Reame | 39 | 520 | |
| Grand Cucheron | 49 | 1190 | 670 |
| Le Pontet | 53 | 870 | |
| Col de Champ-Laurent | 56 | 1110 | 240 |
| Tournaloup | 62 | 820 | |
| La Table | 63 | 850 | 30 |
| Arvillard | 73 | 490 | |
| Allevard | 79 | 440 | |
| Col du Barioz | 91 | 1040 | 600 |
| Theys | 98 | 620 | |
| Col des Ayes | 102 | 940 | 320 |
| Villard-Château | 103 | 900 | |
| Col du Lautaret | 105 | 980 | 80 |
| La Boutière | 107 | 900 | |
| Col des Mouilles | 109 | 1020 | 120 |
| Le Mont (Combe de Lancey) | 120 | 700 | |
| Le Requitel | 124 | 800 | 100 |
| Le Buisson | 126 | 730 | |
| Le Rousset | 129 | 890 | 160 |
| Les Faures | 131 | 750 | |
| La Croix de Pinet | 135 | 850 | 100 |
| Le Bouloud | 145 | 500 | |
| Total | 145 | 2890 |
Strecke 3 (3. Juli 2006): Uriage - L'Arzelier - L'Allimas - Menée - Barnave
Ab Uriage bin ich weiter gegen Süd-Westen gefahren. Ich nahm kleine Strassen,
die leicht hinauf und hinab fuhren. Als ich beim Fluss Drac ankam, musste ich eine
grössere und mehr befahrene Strasse nehmen, aber es war nicht so schlimm. Ich
überquerte dann den Drac nach Vif und, von dort, ging es los zum
Arzelier Pass. Die Luft war noch nicht so warm,
die Steigung war regelmässig, sogar weniger steil in den letzten Kilometern. Und
es waren immer wieder Brunnen. Der Aufstieg war also leicht. Der nächste Pass war
der col des Deux, der 3 mal das Ziffer 2 (deux)
in der Höhe hat, und den ich als Nummer 2 des Tages passierte. Es war sehr wenig
Verkehr auf diesen kleinen aber guten Strassen. In Gresse kaufte ich eine Limonade
und fragte gleich Hahnenwasser für meine Fahrrad-Flasche. Der Verkäufer war damit
nicht zufrieden, und er füllte die Flasche nur halb. Einfach unglaublich.
Zum Glück gab es immer wieder Brunnen dem Weg entlang. Dieses östliche Teil vom
Vercors ist eine schöne Landschaft, aber das Wetter wechselte langsam, mit immer
mehr dunkle Wolken um die Berge. Nach dem Allimas
Pass brachte mich die Abfahrt zu einer National-Strasse, die ich für einige
Kilometer nicht ausweichen konnte. Vor Clelles habe ich sie wieder verlassen, um
gegen den Prayet Pass zu fahren. Es gab jetzt
Donner über die Vercors Berge, aber es gefiel mir, dass ich so Schatten hatte. Vom
Prayet her war keine Abfahrt, weil die Strasse gleich zum
col de Menée weiter stieg. Ich hatte etwas
Regen, aber es war eher eine Abkühlung als Nässe. Ich bin nicht wirklich über den
Pass gefahren sondern durch den kurzen Tunnel, was 50 m weniger Höhenunterschied
bedeutete, sowie die Ersparnis, das Fahrrad über den steilen Pfad tragen zu
müssen.
Auf der anderen Seite des Tunnels fuhr ich ins Drôme Departement hinein. Die
Landschaft wechselte und wurde trockener. Zuerst waren nur wenig Häuser, aber
deren Stil war auch anders, mit dicken Mauern aus Stein und Dächer mit hellen
runden Ziegeln. Nach der langen Abfahrt kam ein weiterer Vorzeichen von der
Provence: Lavendel-Felder. Ab Châtillon bin ich durch die Ebene zum kleinen Dorf
von Barnave gefahren, wo es ein kleines Hotel gab. Ich hätte probieren können, an
diesem Tag noch über einen Pass zu fahren, aber ich wollte nicht riskieren, so
lange wie am Vortag suchen zu müssen. Also blieb ich in Barnave.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Le Bouloud | 0 | 500 | |
| Uriage | 2 | 410 | |
| Mont Rolland | 7 | 500 | 90 |
| Basse Jarrie | 12 | 270 | |
| Vif | 20 | 310 | 40 |
| St-Barthélémy | 28 | 620 | 310 |
| Col de l'Arzelier | 36 | 1150 | 530 |
| Château-Bernard | 41 | 900 | |
| Garneyre | 47 | 1040 | 140 |
| La Combe | 50 | 1000 | |
| Col des Deux | 53 | 1220 | 220 |
| Le Chaumeil | 55 | 1150 | |
| Col de l'Allimas | 58 | 1350 | 200 |
| Ravin | 61 | 1110 | |
| La Bâtie | 62 | 1160 | 50 |
| St-Michel-les-Portes | 66 | 890 | |
| La Chabannerie | 73 | 740 | |
| Clelles gare | 76 | 830 | 90 |
| Col du Prayet | 85 | 1200 | 370 |
| Tunnel de Menée | 90 | 1400 | 200 |
| Mensac | 106 | 590 | |
| Collet de Maloir | 115 | 520 | |
| Moulin de Jansac | 122 | 480 | |
| Barnave | 126 | 580 | 100 |
| Total | 126 | 2340 |
Strecke 4 (4. Juli 2006): Barnave - Pennes - Rémuzat - St-Auban - Aurel
Die Hauptsache des vierten Tages liess sich von Namen von Ortschaften ableiten,
die auf dem Weg lagen: Pennes-le-Sec, St-Nazaire-le-Désert. Sicher war keine breite
Wüste zu überqueren, aber viel zu trinken würde nötig sein. Glücklicherweise gab es
ich immer wieder Brunnen. Ich wäre gern füher los gefahren, aber ich wollte nicht
ohne Frühstück das Hotel verlassen. Es war deshalb schon warm als ich aufs Rad
stieg. Im ersten Aufstieg, zum col de Pennes,
war kein Verkehr, und ich konnte jeweils auf der Strassenseite fahren, wo es mehr
Schatten hatte. Die Strasse war eher eng aber gut, sowohl bergauf wie auch bergab.
Nur einige Stellen mit Rollsplit zwangen mir, besonders vorsichtig zu fahren. Im
Roanne Tal bin ich links nach St-Nazaire abgebogen, wo ich eine erste Pause machte,
und mit einem Radfahrer aus Deutschland ein wenig plauderte. Ich bin dann zu den
kleinen Pässen von Muse,
Lescou und Pré
Guittard gefahren. Es war schön und sehr ruhig, aber trocken und heiss. Dann
war eine lange Abfahrt nach Rémuzat. Gegenwind zwang mich, mehr zu treten als
zu bremsen. Es war schon zwölf Uhr gewesen, und ich machte eine längere Pause in
Rémuzat, trank eine (ausgezeichnete) Limonade und ass ein (riesiges) Sandwich.
Ich wusste, dass der nächste Pass, Soubeyrand,
der härteste des Tages sein würde, besonders wegen der Hitze am frühen Nachmittag.
Von da her habe ich bei einigen Gelegenheiten kurze Pausen gemacht, jeweils wenn
es am Strassenrand Schatten gab, um ein wenig abzukühlen. Im Ennuye Tal war die
Vegetation auch recht trocken; es gab Aprikosenbäume und Lavendelfelder. Ich fuhr
hinauf zum Pass von Peyruergue, dann hinunter
zum Tal der Ouvèze. Die Sonne war nicht mehr so stark, als ich in St-Auban ankam.
Anders wie zuerst gedacht habe ich da beschlossen, ohne Umweg gegen Süden weiter zu
fahren, das heisst über den kleinen col d'Aulan,
dann hinunter zum schönen Dorf von Montbrun-les-Bains auf seinem Hügel. Dann hatte
ich nur noch den Aufstieg nach Aurel, auch ein ganz hübsches Dorf. Dort war im
Hotel noch ein Zimmer frei.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Barnave | 0 | 580 | |
| Col de Pennes | 8 | 1040 | 460 |
| Le Clot | 15 | 440 | |
| Col de Tavard | 17 | 560 | 120 |
| Pradelle | 20 | 510 | |
| St-Nazaire-le-Désert | 25 | 560 | 50 |
| Col de Muse | 32 | 930 | 370 |
| Basse Gumiane | 35 | 800 | |
| Col Lescou | 36 | 830 | 30 |
| Haute Gumiane | 37 | 770 | |
| Col du Geail | 40 | 920 | 150 |
| Col de Pré Guittard | 41 | 910 | |
| Pont de Cornillon | 50 | 520 | |
| Cornillon-sur-l'Oule | 51 | 550 | 30 |
| Rémuzat | 57 | 450 | |
| Col de Soubeyrand | 66 | 990 | 540 |
| Les Traverses (St-Sauveur) | 75 | 530 | |
| Col de Peyruergue | 81 | 790 | 260 |
| Les Mourres (St-Auban) | 87 | 590 | |
| St-Auban-sur-l'Ouvèze | 89 | 640 | 50 |
| Combe du Devès | 90 | 610 | |
| Col d'Aulan | 96 | 850 | 240 |
| Montbrun | 107 | 580 | |
| Aurel | 112 | 780 | 200 |
| Total | 112 | 2500 |
Strecke 5 (5. Juli 2006): Aurel - Sault - Mont Ventoux - Vaison - Bollène
Um acht Uhr war ich unterwegs, weil ich für den letzten (aber nicht minderen)
Aufstieg dieser Tour, zum Mont Ventoux, die Hitze meiden wollte. Ich begann mit
einer kurzen Abfahrt nach Sault, dann kam der lange aber nicht so steile Aufstieg.
Im Vergleich zu den Wegen vom Süden (ab Bédoin) oder vom Nord-Westen (ab Malaucène)
war der gewählte Weg am wenigsten steil, mit 7 bis 9% erst in den letzten
Kilometern. Schon in den ersten Kurven habe ich einen Radfahrer eingeholt, der auch
aus der Schweiz war; weiter haben wir einen aus der Gegend auch eingeholt. Wir
waren also zu dritt unterwegs, als wir beim Chalet Reynard ankamen, wo die Strasse
aus Bédoin mit unserer zusammenkam. Von dort konnten wir endlich den Gipfel sehen.
Es gab immer weniger Vegetation, dafür aber viel Wind. Ich fuhr mit gutem Tempo
allein weiter, am Denkmal von Tom Simpson vorbei, zum
col des Tempêtes, dann zum Gipfel. Ab Sault
hatte ich 1 Stunde und 47 Minuten gebraucht, darunter etwa 3 Minuten für Photos.
Ich traf wieder den schweizer Radfahrer und zwei seiner Kollegen, als sie auch den
Gipfel erreichten. Der Wind war stark und kühl. Wir bewunderten die so
eigenartige Landschaft aus kahlen, hellen Steinen, dann gingen wir aber zum kleinen
Restaurant unterhalb vom Gipfel, um einen Tee zu trinken.
Dann war die lange Abfahrt nach Malaucène. Die Strasse war gut und breit, aber ich
musste wegen den Windböen aufpassen. Viele Radfahrer fuhren da hoch. Ab Malaucène
bin ich nach Vaison-la-Romaine gefahren, dann durch diese Stadt gegen Nord-Westen.
Dort herrschte viel Autoverkehr, aber später wurde es wieder ruhiger, ausser mit
dem Wind. Südwind war's, und ich fuhr nach Westen zum Rhonetal, also mehrheitlich
mit Seitenwind. Als ich den Bahnhof von Bollène um etwa halb zwei erreichte, war
gerade der Schalter 'ausnahmsweise geschlossen'. Ich stieg also in den ersten Zug
gegen Norden ein, um dann ein Billet im Zug zu lösen. Um halb zehn abends, nach
mehrmaligen Umsteigen, war ich endlich zurück in Neuchâtel.
Diese Tour war teilweise wegen der Hitze etwas hart gewesen, aber es war eine der
erfreulichsten gewesen, weil es gegen Süden auf den gewählten kleinen Strassen
durchwegs wenig Verkehr gegeben hatte.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Aurel | 0 | 780 | |
| Sault | 5 | 750 | |
| Roumane (Sault) | 6 | 600 | |
| Combe de la Font de Margot | 17 | 1260 | 660 |
| Chalet Reynard | 24 | 1420 | 160 |
| Col des Tempêtes | 29 | 1830 | 410 |
| Mont Ventoux | 30 | 1910 | 80 |
| Malaucène | 50 | 330 | |
| Vaison-la-Romaine | 60 | 200 | |
| Piquebas (Vaison) | 66 | 180 | |
| Le Cordier (Buisson) | 69 | 270 | 90 |
| Buisson | 71 | 180 | |
| Suze-la-Rousse | 85 | 100 | |
| Bollène | 93 | 60 | |
| Bollène | 99 | 50 | |
| Total | 99 | 1400 |
PS / 14.7.2006




