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Tour 2022,  11 - 15 August

StreckeDistanz (km)Steigung (m)
Hasle-Rüegsau - Belp - Schwarzenburg - Plaffeien1062030
Plaffeien - Broc - Les Paccots - Villeneuve892100
Villeneuve - Chaude - Ecovets - Martigny882360
Martigny - Croix-de-Coeur - Nendaz - Veysonnaz642350
Veysonnaz - La Forclaz - St-Martin - Sion681140
Total4159980


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Strecke 1 (11. August 2022): Hasle-Rüegsau - Belp - Schwarzenburg - Plaffeien

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Die Pläne für meine Tour 2022 unterschieden sich nicht sehr von denen der vergangenen Jahre, weil ich in der Schweiz noch einige Strassenpässe zu besteigen habe. Das sind zum einen kleine, wenig bekannte Pässe, aber auch Pässe, die man mit dem Strassenrad nicht oder nicht so leicht überqueren kann. Es sind nämlich solche, wo man entweder hin und zurück fahren muss, oder solche über unbefestigte Wege. Der Start war am Bahnhof von Hasle-Rüegsau im Emmental, mit dem Löchli und, ganz in der Nähe, Aspi als erste Pässe. Dann folgte Vorderschwendi auf einem anderen Bergrücken etwas weiter westlich. Diese Hügellandschaft war wunderschön, aber die kleine Strassen manchmal recht steil. Danach ging es weiter in Richtung Westen, wo in der Nähe des Bantiger-Hügels zwei kleine Pässe auf mich warteten. Der erste, Talhöchi, war sehr schön, aber ziemlich steil, während der zweite, Stockerehöchi, deutlich mehr Verkehr hatte.
Ich befand mich dann in den Vororten von Bern und fuhr nach Süden, um die Aare in Richtung Belp zu überqueren. Nach dieser Kleinstadt nahm ich eine kleine Strasse, die sich als extrem steil herausstellte. Dies war der Beginn des längsten Anstiegs des Tages, der mich bis zum Gschneit Pass führte. Dort gönnte ich mir eine kleine Pause auf der Terrasse des Restaurants. Allein der Anblick der von der Trockenheit braun gewordenen Wiesen und Weiden machte schon durstig! Danach war es einfach, die nächsten beiden Pässe zu erreichen, den Eggacker und den Brügglensteig. Es folgte ein schöner Abstieg zum Fluss Schwarzwasser hinunter, aber dann ging es natürlich auf der anderen Seite wieder hinauf, nach Schwarzenburg. Nach dem leichten Pass bei Pöschen führte die Strasse steil bergab zu einem anderen Fluss, der Sense. Auf der Freiburger Seite stieg ich zum Äbnet Pass hinauf, um dann zu seinem fast gleichnamigen Ebnet weiter zu fahren. Aber das war nur ein Umweg, also machte ich mich wieder auf den Weg nach Süden. Nach Tafers wählte ich den Weg über Rechthalten, was mich in Berg wieder über einen Pass führte. Inzwischen war es sehr heiss geworden, aber ich hatte mein Tagesziel bereits vor Augen: Plaffeien.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Hasle-Rüegsau0570 
Löchli7850280
Aspi886010
Jegerlehn9750 
Vorderschwendi1084090
Bigenthal12670 
Bangerten17810140
Stettlen24560 
Talhöchi27770210
Stockerehöchi30690 
Bolligen31540 
Rütibühl3657030
Gümligen37560 
Allmendingen4059030
Vehweid45510 
Belp4752010
Niederhäusern49770250
Gschneit54940170
Oberbütschel55890 
Tiefenbrünnen5898090
Eggacker59910 
Brügglensteig60880 
Rossgrabenbrücke65680 
Elisried67800120
Schwarzenburg70790 
Pöschen7180010
Sodbach72650 
Äbnet 74760110
Mühletal81590 
Ebnet8365060
Friseneit86590 
Rütihubel8968090
Heitiwil90640 
Angstorf9266020
Tafers93650 
Rechthalten101890240
Brügi102860 
Berg10593070
Plaffeien106850 
Total106 2030

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Strecke 2 (12. August 2022): Plaffeien - Broc - Les Paccots - Villeneuve

Profil2

Bei dieser zweiten Etappe konnte ich um 8 Uhr losfahren und so noch die morgendliche Frische geniessen. Ich fuhr über den leichten Sunehalta Pass nach Plasselb. Dann bog ich nach Süden ab und fuhr auf einer kleinen Strasse, die grösstenteils im Wald aufstieg. Ein Teil des Weges war geschottert und die letzten 500 Meter waren ein Pfad, der ein wenig Schieben erforderte. So gelangte ich zur Auta Chia d'Amont und konnte die Aussicht auf das Charmey Tal geniessen. Der Abstieg erfolgte vollständig auf einer guten Strasse, die bis zum Kloster La Valsainte schmal und steil war, danach breiter und weniger steil. Ich fuhr in Richtung Broc, Bulle und dann zu den nordwestlichen Hängen des Alpettes-Gebirges. Dieser Anstieg war schön, aber ziemlich hart, mit einigen sehr steilen und anderen ungeteerten Passagen. So konnte ich den Pertuis Pass überqueren, bevor ich nach Semsales hinunterfuhr. Von dort aus war es ein sehr rollendes Stück nach Châtel-St-Denis, wobei ich bei Ayoux vom Rhein- ins Rhone-Einzugsgebiet wechselte.
Von Châtel-St-Denis bis Les Paccots ging es ordentlich bergauf, dann noch mehr in Richtung Col des Joncs. Im Sommer gibt es dort nichts Attraktives zu sehen. Mein nächstes Ziel war es, zwei Pässe in der Region von Les Pléiades aufzusuchen. Ich hätte zurückfahren und einen grossen Umweg machen können, oder weiterfahren um einen weniger grossen Umweg über Kieswege zu machen, aber ich nahm den kürzesten Weg über Pfade, die etwa eine halbe Stunde Schieben des Fahrrads erforderten. So überquerte ich den Fluss Veveyse de Fégire über einen Steg, bevor ich auf der anderen Seite wieder hinauf ging. Nach weiteren Kiesabschnitten erreichte ich den Col de l'Alliaz und ein Stück weiter den Creux aux Oies. Nun wäre mir praktisch nur noch der Abstieg zum Genfersee geblieben. Da ich aber früh dran war, beschloss ich, noch über den Pass von Sonloup zu fahren, den ich vom Tal von Villard-sur-Chamby her noch nie befahren hatte. Schliesslich fuhr ich über Les Avants, Glion und die steile Strasse nach Montreux hinunter. Ich beendete die Etappe am Ende des Sees in Villeneuve.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Plaffeien0850 
Sunehalta289040
Sageboden (Plasselb)4830 
Auta Chia d'Amont141460630
La Guisolanda151410 
Gros Chomiaux16143020
Les Riaux22930 
L'Adde (Cerniat)2394010
La Savignière (Crésuz)25850 
Châtel-sur-Montsalvens2788030
La Perreire30720 
Broc3173010
Les Marches32690 
Le Dèvin421160470
Le Cergny441140 
Les Esserts46123090
Pertuis471190 
Semsales52870 
La Maraîche54830 
Ayoux5686030
Châtel-St-Denis57820 
Pertet5887050
Les Paccots611070200
Col des Joncs621200130
Passerelle Fégire631020 
Col de l'Alliaz671200180
Creux aux Oies681160 
Saumont73940 
Sonloup751150210
Territet85390 
Villeneuve89370 
Total89 2100

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Strecke 3 (13. August 2022): Villeneuve - Chaude - Ecovets - Martigny

Profil3

Von Villeneuve nach Martigny sind es nicht einmal 40 km, aber wenn man neben dem Rhonetal nach Pässen sucht, kann sich das natürlich verlängern. Bereits oberhalb von Villeneuve befindet sich der Col de Chaude. Mit einem Rennrad kann er praktisch nur als Hin- und Rückfahrt bewältigt werden. Auch wenn dies nicht die von mir bevorzugte Art ist, wollte ich dort hinfahren. Nach nur einem Kilometer bergauf zeigte ein Schild an, dass die Strasse einige Kilometer weiter wegen Bauarbeiten gesperrt war. Auch für Fahrräder? Keine weiter Angaben, natürlich. Da es Samstag war, ruhte eigentlich die Baustelle und die Absperrungen waren beiseite geräumt. So konnte ich einen sehr ruhigen Aufstieg auf einem grösstenteils neuen Belag geniessen. Ein paar Fotopausen eingerechnet, brauchte ich dennoch fast zwei Stunden, um den Pass zu erreichen, und samit die herrliche Aussicht auf das Tal, die gegenüberliegenden Berge (vor allem die Dents du Midi) und den Genfersee zu geniessen. Die Abfahrt war ebenfalls sehr schön, aber aufgrund der starken Steigung wurden die Bremsen stark beansprucht.
Die anderen Pässe des Tages konnten in einer Schleife von Ollon aus befahren werden. Der erste war einer der Forclaz dieser Region. Der Anstieg führte weiter über eine kleine Strasse zum Ecovets Pass. Erst in der Abfahrt, in Chésières, kam ich auf eine Strasse mit mehr Verkehr. Als ich durch Huémoz fuhr, liess ich es mir nicht nehmen, die wenigen Meter bis zum Praz Basset Pass zurückzulegen. Und die Abfahrt ging weiter nach Ollon. Dort traf ich zwei Radfahrer, die in Richtung Grosser St. Bernhard fahren wollten, und wir fuhren dann gemeinsam bis St-Maurice, woraufhin wir verschiedene Routen nach Martigny wählten. Da dieser Teil der Strecke anz im Tal lag, war der Wind ein entscheidender Faktor. Und da es ein schöner Tag war, blies der Wind bergauf und half mir sehr. So kam ich ohne grosse Anstrengung in der Etappenstadt des Tages, Martigny, an.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Villeneuve0370 
Les Collondaires91240870
En Herniaulaz101220 
Col de Chaude141620400
En Herniaulaz181220 
Les Collondaires19124020
Villeneuve28370 
Aigle3842050
En Châlex40400 
Ollon4248080
Col de la Forclaz46880400
Col des Ecovets521300420
Praz Basset561000 
Ollon63480 
Villy64400 
Les Glareys6644040
Bex68410 
La Preyse7647060
Evionnaz78450 
Martigny8847020
Total88 2360

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Strecke 4 (14. August 2022): Martigny - Croix-de-Coeur - Nendaz - Veysonnaz

Profil4

Nach drei Tagen Sonne und Wärme war das Wetter für die vierte Etappe bedeckt. Ich fuhr zunächst nach Sembrancher, dann nach Bagnes und Verbier hinauf. Dieser Ort war durch zwei verschiedene Veranstaltungen belebt. Ich setzte den Anstieg fort und fand etwas ruhigere Strassen vor. Es war kurz vor 11 Uhr, als ich zur Croix-de-Coeur ankam. Der Himmel war dunkel und es sah so aus, als würde Regen von Westen her kommen. Ich verlor also keine Zeit, bevor ich nach La Tzoumaz hinunterfuhr. Auf der anderen Seite des Tals stieg ich wieder auf, um über Isérables nach Nendaz zu fahren. Es folgte ein weiterer Abstieg in das Tal von Nendaz, teilweise auf sehr chaotischen Strassen, teilweise sogar auf Kies. Der letzte Anstieg führte mich dann bis zum Ferienort Veysonnaz.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Martigny0470 
Les Valettes6630160
Bovernier7610 
Sembrancher12710100
Charençon (Bagnes)15830120
Le Glairier (Le Châble)17800 
Verbier261490690
Croix de Coeur332170680
La Tzoumaz421500 
Pont de la Fare441490 
Le Plantorny461290 
Le Dzardi (Nendaz)501520230
Basse-Nendaz58990 
Beuzon (Nendaz)59970 
Veysonnaz631230260
Magrappé (Veysonnaz)641340110
Total64 2350

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Strecke 5 (15. August 2022): Veysonnaz - La Forclaz - St-Martin - Sion

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Als letzte Etappe dieser Tour wollte ich noch ins Val d'Hérens aufsteigen. Dazu musste ich zunächst nach Vex hinunter. Als ich dann in Richtung Euseigne fuhr, konnte ich die berühmten Pyramiden des Ortes aus der Nähe bewundern. Kurz nach Euseigne holte ich einen Radfahrer ein, der nach Evolène unterwegs war. Wir legten den gesamten Weg dorthin gemeinsam zurück. Ich war etwas erstaunt, wie viel Verkehr bergauf unterwegs war, aber das lag daran, dass dieser Montag ein Feiertag war und in Evolène ein religiöses Fest stattfand. Weiter hinauf war es daher ruhiger. Und nach Les Haudères wurde es steiler. Ich erreichte ohne Probleme La Forclaz, den letzten Pass dieser Tour. Ich nahm mir natürlich die Zeit, um einige Fotos von diesem Dorf und der umliegenden Alpenlandschaft zu machen, bevor ich wieder ins Tal hinunterfuhr. Direkt nach einem Tunnel bog ich rechts ab, um nach St-Martin aufzusteigen, wodurch ich auf der rechten Seite des Val d'Hérens blieb. Von Suen aus begann ich eine lange Abfahrt, die mich nach Bramois führte. Der Verkehr wurde dort anders geleitet, als ich es in Erinnerung hatte, aber ich fand trotzdem meinen Weg nach Sion, wo diese schöne Tour durch so nahe und doch so unterschiedliche Regionen der Schweiz endete.

 Distanz (km)Höhe (m)Steigung (m)
Magrappé (Veysonnaz)01340 
Veysonnaz11230 
Pt. 111931120 
Les Trois Rois4115030
Vex8940 
Le Sauterot13940 
Euseigne1598040
Bella Plache191110130
Evolène241390280
Les Haudères28145060
La Forclaz311730280
Les Haudères351450 
Evolène391390 
Bella Plache441110 
St-Martin481400290
Suen49143030
Mase521340 
Bramois63510 
Sion68490 
Total68 1140


PS / 19.8.2023